Wenn wir heute an Indianer denken, dann denken die meisten höchstwahrscheinlich an eine Disney Adaption einer Indianergeschichte wie Pocahontas. Doch wer waren die Indianer, und sind die Stämme, in denen sie in Nordamerika lebten, alle gleich?

Welche Stämme gab es?

Es gab unzählige Indianerstämme in Nordamerika verteilt. Viele haben sich zu Gruppen beziehungsweise Unterstämmen zusammengeschlossen, um so durch ihre Anzahl bei Kämpfen überlegen sein zu können. Anhand des Beispiels der Sioux Indianer kann man dies sehr gut erkennen. Diese bestehen im Grunde genommen aus zwei größeren Stämmen, die sich zusammengeschlossen haben. Sie sind im westlichen Teil Nordamerikas anzutreffen und im östlichen. Diese beiden großen Stämme unterteilen sich darüber hinaus noch in Unterstämme. Diese befolgen ihre eigenen Gesetze und Rituale und tragen einen weiteren Namen.

Die Aufzählung einiger Stämme soll einen Überblick verschaffen:

  • Alesea – dieser Stamm bewohnte vor allem den Nordwesten Amerikas und ist dem Yakona sprachlich ähnlich
  • Apachen – sie dürften einigen ein Begriff sein; die Apachen sind vor allem dadurch bekannt geworden, dass sie sich die Einwanderer und ihre Waffen schnell zu Nutze machten und bei ihren Gegnern so zu gefürchteten Feinden wurden
  • Arapahoe – viele Stämme halfen sich im Kampf gegen die Europäer und Eindringlinge 1840
  • Caddo – dieser Stamm hatte viele Unterstämme und lebte meist vom Jagen
  • Cheyenne – der Stamm der Cheyenne spaltete sich im Laufe der Jahre, und während ein Teil in den Norden zog, ging der andere in den Süden. Der nördliche Stamm verband sich später mit den Sioux
  • Cherokee – vor allem den Irokesen ist dieser Stamm äußerst ähnlich und sprachlich gibt es kaum Verständigungsprobleme
  • Chippewa – lebten und leben heute noch in Amerika und Kanada
  • Comanchen – ähnlich wie die Apachen sind die Comanchen ein Stamm, der sein Land vehement verteidigte und von den Spaniern sehr gefürchtet war
  • Crow – sie sprachen zwar die Sprache der Sioux, waren jedoch keine Verbündeten, sondern erbarmungslose Feinde
  • Erie – ein sehr freundlicher Stamm, der es vermied zu kämpfen, die Erie wurden später de Wyandot Stamm
  • Hopi – 3.000 Indianer dieses Stammes leben heute noch
  • Irokesen – sind alles andere als ein primitives Volk, 20.000 Indianer gibt es heute noch
  • Kwakiuti – dieser Stamm gehört zur Wakaschan-Sprachfamilie
  • Narraganset – die Narraganset hatten viele Dörfer und dadurch viele Kämpfer, die sich gegen das Eindringen der Engländer mit allen Mitteln zur Wehr setzten
  • Ottawa – zu diesem Stamm gehörte einer der berühmtesten Indianer, Pontiac.
  • Pawnee – waren stark verfeindet mit den Sioux und mussten große Einbußen ihrer Zahl aufgrund von europäischen Seuchen machen
  • Pueblo Indiander – sie vertrauten auf ihre Priester als Anführer, diese waren Medizinmänner und das Bindeglied zwischen den Stammesmitgliedern und den Göttern
  • Tobacco – sie bauten die Tabakpflanze an und wurden später von den Irokesen fast gänzlich vernichtet, da sie sich ihnen nicht anschließen wollten.

Viele Stämme können sich auf der Sprachfamilie, zu der sie gehören, verständigen. Dennoch gab es unter den Stämmen oftmals kriegerische Auseinandersetzung, die viele Opfer forderten.

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